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Sportinnovator-Preis 2017 für Mifa / KNLTB

Magnesium Wheels Aniek

Der niederländische Tennisverband KNLTB kann einen nächsten Schritt in der Entwicklung eines effektiveren Antriebs für den Sportrollstuhl für Rollstuhltennisspieler setzen. Im Rahmen der Veranstaltung Sportinnovator XL wurde bekannt gegeben, dass der KNLTB den Sportinnovator-Preis 2017 gewinnt.

Zusätzlicher Impuls im Rollstuhltennis

Aldo Hoekstra, Embedded Scientist beim KNLTB (Koninklijke Nederlandse Lawn Tennisbond) ist über die Auszeichnung sehr erfreut. „Super, dies ist ein zusätzlicher Impuls für den Rollstuhltennissport. Wir erhalten die Möglichkeit zu einer ausgereiften Entwicklung“, so Hoekstra.

Mit dem gewonnenen Betrag erhält der KNLTB die Möglichkeit, den bestehenden Reifenprototyp zu einem definitiven Produkt auszuarbeiten. Mit dem neuen Sportrollstuhl sollen die Rollstuhltennisspieler bei den Paralympics in Tokio 2020 noch besser abschneiden. „Voriges Jahr entstand aus dem Entwurf ein Prototyp. In den nächsten anderthalb Jahren können wir den Prototyp zu einem Endprodukt weiterentwickeln“, so Aldo Hoekstra. „Dabei arbeiten wir mit Mifa zusammen, einem Unternehmen aus Venlo, Entwickler von Mg Wheels und Partner des vorigen Projekts.''

Weiterentwicklung gemeinsam mit olympischen Spitzensportlern

In einem früheren Stadium trugen die niederländischen Rollstuhltennisspielerinnen, u. a. Jiske Griffioen, Siegerin bei den Paralympics in Rio de Janeiro, zur Entwicklung des neuen Reifens bei. Der Entwurf kennzeichnet sich durch eine neue Form, bei der auch mit anderen Materialien und Texturen experimentiert wurde. In diesem Bereich verfügt man bei Mifa über umfangreiche Kenntnisse. „Wir werden den Entwurf gemeinsam mit den Spitzenspielern, die in Tokio teilnehmen, weiterentwickeln, aber auch Tests mit der Talentgruppe durchführen. Die Tests werden mit Mg Wheels durchgeführt. Diese wurden ebenfalls von Mifa entwickelt. Wir werden nach Möglichkeit vielleicht Maßarbeit liefern können“, so Hoekstra.

Auch im Breitensport und Alltag einsetzbar

Hoekstra sieht zahlreiche Möglichkeiten, wenn die Änderung des Sportrollstuhls tatsächlich eingeführt wird.

Diese Innovation liegt auch in gesellschaftlichem Interesse. Ich denke, dass die Änderung außer für eine Entwicklung im Spitzensport auch im Breitensport einsetzbar ist. Möglicherweise kann die Änderung sogar einen Mehrwert für den Rollstuhl im Alltag bieten. Unsere Entwicklung soll dafür sorgen, dass man sich mit dem Rollstuhl leichter fortbewegen kann.

Weiter innovativ sein

Die Entwicklungen im Ausland sind für Hoekstra und seine Kollegen eine Inspirationsquelle.

Ausländische Spieler experimentieren auch mit der Sitzhaltung und anderen Änderungen am Rollstuhl. Auch dadurch wissen wir, dass Stillstand nicht vorteilhaft ist. Wir müssen weiterhin innovativ sein, um in Tokio 2020 wieder um Medaillen kämpfen zu können.

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