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Interview mit Herrn Aalberts

Vor 40 Jahren, im Jahr 1975, gründete Jan Aalberts Mifa. Doch die Präzisionsextrusion von Aluminium war damals noch unbekannt, sodass Mifa nur ein Jahr nach der Gründung beinahe Insolvenz anmelden musste. Aber getreu dem Motto „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“ machte Mifa weiter und konnte Schritt für Schritt wachsen.

Lesen Sie den inspirierenden Interview mit Dhr. Aalberts.

 

 - Warum haben Sie Mifa gegründet?

„Mich hat eine kleine Firma in Amerika inspiriert, die Präzisionsaluminiumprofile herstellte. Ich dachte damals: 'Das könnte ich vielleicht auch in Europa machen', weil ich wusste, dass es so etwas dort nicht gab. Ich war der Meinung, dass die Industrie darauf wartete, und ich war davon überzeugt, dass es ein Erfolg sein würde. 

Das hat sich allerdings nicht gleich bewahrheitet. Bereits nach sechs Monaten, zu dem Zeitpunkt, als wir mit vier oder fünf Personen Profile extrudierten, trat die Bank an mich heran, um mich für Bankrott zu erklären. Auf dem Papier sah meine finanzielle Lage auch schlecht aus, aber nicht in Bezug auf den Markt und die Technik, die wir hatten. Wir haben also einfach weitergemacht und können heute auf eine ziemlich fantastische Entwicklung zurückblicken. 

Wenn ich durch unsere Hallen gehe, kann ich auch nach vierzig Jahren eigentlich kaum begreifen, dass wir zu dem geworden sind, was wir heute sind. Das haben wir vielen guten und engagierten Personen zu verdanken. Ich sehe diese Produktionsmitarbeiter und eine starke Führung als die Basis für den Erfolg von Mifa. 

MIFA ist ein hervorragendes Beispiel für die Tatsache, dass andere Personen bestimmte Dinge genauso gut können wie ich selbst. Denn ich habe hier in den letzten Jahren nicht aktiv am Erfolg dieses Unternehmens und seines heutigen Umfangs gearbeitet. Ich bin also sehr stolz auf Mifa nach vierzig Jahren."

- Welche Erinnerungen haben Sie an die Anfangszeit von Mifa?

„Die kleine 3-Zoll-Presse. Diese 3-Zoll-Presse steht hier noch. Ich habe gerade von der Direktion gehört, dass sie letzte Woche ein Leck hatten und die gesamte Firma beinahe in Öl schwamm. Das kann bei einer solchen Maschine vorkommen. Aber das war die Presse, mit der ich damals begonnen habe und mit der ich selbst gearbeitet habe! Es ist die Presse, die ich gekauft hatte und die ich in der Anfangszeit oft zusammen mit anderen reparieren musste. Und das ist eigentlich eine nette Erinnerung an die frühen Tage vor vierzig Jahren."

- Was macht Sie besonders stolz?

„Es macht mich stolz, an die Zeit zurückzudenken, wie alles begann und diese Bank zu mir kam, um mich für Bankrott zu erklären. Auf Mifa blickend macht es mich stolz zu erleben, was das Unternehmen heute ist. Natürlich macht es mich auch stolz, dass das gesamte Unternehmen – Aalberts Industries – jetzt 2,3 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr erzielt und 15.000 Mitarbeiter beschäftigt. Das ist basiert auf Mifa. Hier hat alles seinen Anfang genommen."

- Wie haben Sie das alles in vierzig Jahren geschafft?

„Ich war schon immer ein Kämpfer. Als Unternehmer muss man kämpfen, um zu überleben. Es ist nie gut genug, Sie müssen immer versuchen, die Messlatte höher zu legen, um noch besser zu sein als andere. Denn das ist die Kunst. Wie können Sie Dinge tun, die besser sind als andere? Dann wird Ihre Firma erfolgreich, ein erfolgreiches Unternehmen. Wichtig ist, dass möglichst viele Menschen diesen Gedanken mit tragen, begreifen und dann auch wirklich umsetzen wollen. Und das ist nur möglich, wenn sie davon überzeugt sind und es gerne machen. Die Kombination aus einzigartig sein, harter Arbeit und etwas gerne machen führt zum Erfolg."

- Sie scheinen nicht leicht zufrieden zu sein.

„Ich bin natürlich 'zufrieden', wenn ich gesund bin und darüber hinaus auch mit vielen anderen Dingen. Aber im Wirtschaftsleben kann ich es nicht gut vertragen, wenn die Leute sagen, dass sie zufrieden sind. Dann frage ich sie: 'Haben Sie denn keine Herausforderung mehr? Gibt es keine Möglichkeit zu wachsen? Gibt es keine Verbesserungsmöglichkeiten?' Nur 'Ich bin zufrieden' kann ich eigentlich nicht so gut haben, denn es geht wirklich immer etwas besser. Ohne Frust zu haben und ohne gestresst zu sein, weil der Druck zu hoch ist, und so weiter."

- Wer hat Sie inspiriert?

„Natürlich habe ich auch einmal angefangen und als ich noch jünger war, wusste ich vieles nicht, was ich heute weiß. Ein wichtiger Teil meines Wesens ist eine Art Kopie von anderen Menschen. Ich habe eine Menge Respekt für viele Menschen in meinem Leben, ohne dass ich sie je kopiert habe. Aber ich habe sehr wohl Dinge von Menschen mitgenommen und auf meine eigene Weise umgesetzt. Man muss immer man selbst bleiben."

- Wo liegen die Chancen für Mifa in den nächsten zehn Jahren?

„Mifa muss auch weiterhin das tun, was der Vorstand heute tut. Es muss in Technologie, Vertrieb, Marketing und in neue Märkte investiert werden. Wir müssen uns die Wünsche und Bedürfnisse der Märkte oder Branchen anhören, die Mifa beliefert, und wir müssen verfolgen, was sie tun und vorhaben. Diese Märkte hören auf Mifa, weil wir etwas können und weil wir wissen, was wir tun. Denn es gibt nicht viele Menschen, die das können, was wir tun. Also gibt es ein enormes Potenzial, aber Mifa darf nicht innehalten und mit sich zufrieden sein. Denn dann würde es abwärts gehen und nicht bergauf."

Mifa | Experience Precision

 

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